Die Folgen von Starkregenereignissen haben in den vergangenen Jahren deutlich gezeigt, wie wichtig eine flächendeckende Überwachung von Gewässern ist. Insbesondere kleinere Bäche und Zuflüsse können innerhalb kurzer Zeit stark anschwellen und zu erheblichen Schäden führen. Experten empfehlen daher eine permanente messtechnische Überwachung auch abseits klassischer Pegelmessstellen.
Vor diesem Hintergrund hat RCT die neue Pegelmessvorrichtung HYDROview entwickelt. Das System wurde speziell für einen schnellen, flexiblen und autarken Einsatz konzipiert. „Mit der Neuentwicklung adressieren wir insbesondere Kommunen, Wasserverbände, Infrastrukturbetreiber sowie Organisationen im Bereich Umwelt- und Katastrophenschutz. Die Lösung verbindet eine einfache Handhabung mit moderner Funkkommunikation und schafft die Grundlage für ein effizientes und wirtschaftliches Pegelmonitoring“, sagt Martin Meyer, Geschäftsführer von RCT.
Herzstück ist ein kapazitiver Sensor, der Wasserstände zyklisch erfasst und Veränderungen zuverlässig erkennt. Die Messdaten werden über GSM/NB-IoT-Technologie im LTE-Netz übertragen. Bei kritischen Pegelentwicklungen erhöht das System automatisch die Meldefrequenz, sodass relevante Informationen schneller bereitgestellt werden können.
Ein wesentlicher Vorteil von HYDROview liegt in der einfachen Installation. Die kompakte Einheit kann ohne aufwendige Infrastruktur im Gewässer oder in Gewässernähe positioniert werden und benötigt keine externe Energieversorgung. Die batteriebetriebene Lösung eignet sich daher insbesondere für Standorte, die nur schwer erschließbar sind oder über keine vorhandene Stromversorgung verfügen.
Neben Pegelständen erfasst das System weitere Informationen wie Temperatur- und Geodaten. Die Übermittlung von GPS- beziehungsweise Standortdaten sorgt für zusätzliche Transparenz und vereinfacht die Verwaltung verteilter Messpunkte. Darüber hinaus kann die Parametrierung der Einheit per Funk erfolgen, sodass Vor-Ort-Einsätze auf ein Minimum reduziert werden.